Kongressprogramm

17. Mai 2024
07.30 - 09.00

Türöffnung

Beginn der Ausstellung

09.00 - 09.05

Begrüssung

09.00 - 10.30

WORKSHOP 1

09.00 - 10.30

PROVIDE - Un outil pour informer parents et professionnel∙le∙s sur l'allaitement de prématurés

Eva Cignacco
Prof. Dr. habil., Co-Leiterin Fachbereich Geburtshilfe, Berner Fachhochschule. Hebamme und Pflegewissenschaftlerin.
Claire de Labrusse
PhD, MSc, Dekanin des Studiengangs Hebammenwesen an der Haute Ecole de Santé Vaud. Ordentliche Professorin für Hebammenwissenschaften.
Anja Hurni
Hebamme, MSc, Dozentin Fachbereich Geburtshilfe, Berner Fachhochschule, Still- und Laktationsberaterin IBCLC.
Inhalt

PROVIDE est un outil d’information destiné aux professionnel∙le∙s de la santé et aux parents de prématurés. Il vise à promouvoir l’alimentation au lait maternel et l’allaitement chez les prématurés d’une unité de soins intensifs néonatale en fournissant des connaissances fondées sur des preuves. Il comprend 34 vidéos et 23 dépliants d’information et n’était jusqu’à présent disponible qu’en anglais.

La Fondation Larsson-Rosenquist en Suisse a chargé la Berner Fachhochschule (Haute école spécialisée bernoise) de valider la traduction allemande sur le plan technique et de vérifier et, le cas échéant, d’adapter les affirmations au contexte de l’espace germanophone. La Haute Ecole de Santé Vaud de Lausanne a validé la traduction française. L’outil sera présenté lors de l’atelier et son potentiel de promotion des connaissances spécialisées des professionnel∙le∙s des domaines hospitaliers et ambulatoires sera souligné.

09.00 - 10.30

WORKSHOP 3

09.00 - 10.30

Gesundes Gedeihen im Wochenbett

Tatjana Dobberstein
Freiberufliche Hebamme BSc Pflegefachfrau HF Schwerpunkt Kind. Education & KOL Manager Medela Schweiz AG. Still- und Laktationsberaterin IBCLC/ CAS
Inhalt

Für eine einheitliche und sichere postpartale Betreuung von Mutter und Kind sind Fachpersonen auf Leitlinien angewiesen. Wie werden diese Leitlinien in kritischen Situationen korrekt interpretiert und beurteilt? Eine adäquate Einschätzung ist entscheidend, um Eltern in herausfordernden Situationen Sicherheit zu vermitteln und bei Notwendigkeit zu intervenieren. Ziel des Workshops ist es, Sicherheit zu erlangen beim Beobachten und Einschätzen eines gesunden Gedeihens, die Physiologie des Stillens im praktischen Alltag zu verstehen und den Eltern erklären, gemeinsam Ziele setzen und diese verfolgen zu können.

09.05 - 10.05

BLOCK 5

Mutterschaft im Ausnahmezustand

09.05 - 09.25

Zwischen Machbarkeit und Verantwortung: Zur ethischen Debatte um Kinderwünsche

Jean-Daniel Strub
Medizinethiker und Geschäftsführer. Schwerpunkte Gesundheitswesen und Digitalisierung. Langjähriger Leiter der Geschäftsstelle der Nationalen Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin, heute Fachverantwortlicher Ethik und Lebensfragen sowie stellevertretender Leiter des Instituts Neumünster.
Inhalt

Kaum ein Thema beschäftigt die Ethik in der Medizin mit solcher Regelmässigkeit wie die Frage nach Kinderwunsch und allfälligen ethischen Grenzen seiner Erfüllung. In diesem Kontext rufen erweiterte praktische Möglichkeiten wie das Social Freezing, aber auch gesellschaftliche und politische Diskussionen um Themen wie die Eizell- und die Embryonenspende immer auch die Frage auf den Plan, wie mit dem damit verbundenen Versprechen umzugehen ist, Elternschaft und biologisches Alter in ein neues Verhältnis setzen und das Spektrum der Möglichkeiten ausweiten zu können. Das Referat geht ausgehend von diesem Versprechen dem aktuellen Stand der ethischen Debatte um die Fortpflanzungsmedizin nach und zeigt daran auf, weshalb Machbarkeit immer auch mit Verantwortung einhergeht.

09.25 - 09.45

Rechtliche Aspekte bei Leihmutterschaft

Sandra Hotz
Anwältin im Medizin-, Familien- und Gleichstellungsrecht. Leitung interdisziplinärer Forschungsprojekte, seit 2017 international im Familien- und Erbrecht rechtsberatend, hat Erfahrung im Vertrags- und Medizinalhaftungsrecht. Professorin für Zivil- und Medizinrecht an der Universität Neuchâtel.
Inhalt

Ist Leih¬mutterschaft eine Form von Mutterschaft? Oder handelt es sich eher um eine Form von Zwangsmutterschaft? Möchten oder sollen wir Leihmutterschaft als eine Form von Co-Parenting denken? – Vor der Frage nach der rechtlichen Mutter respektive Elternschaft reflektiert das Referat das Schweizer Leihmutterschaftsverbot kritisch, das Frauen und Kinder vor Kommodifizierung und Kommerzialisierung schützen wollte.

09.45 - 10.05

Fertilitätserhalt zu sozialem Zweck: Echte Notwendigkeit oder Geschäft?

Anna Surbone
Dr., Fachärztin für Fertilitätsmedizin und gynäkologische Endokrinologie. Leiterin der medizinisch unterstützten Fortpflanzung und des Labors für Andrologie und Reproduktionsbiologie, Abteilung Frau-Mutter-Kind, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois.
Inhalt

Die Erhaltung der Fruchtbarkeit durch Kryokonservierung von Eizellen wird in unserer Gesellschaft und bei unseren Klientinnen immer häufiger praktiziert. Doch wie gross ist der Bedarf an einer solchen Praxis wirklich? Ist sie eine Notwendigkeit oder reines Geschäft? Das Referat nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise in diese Realität, angefangen beim medizinischen Vorgang über die Kosten und gesetzlichen Einschränkungen bis hin zu den möglichen Folgen für die Schwangerschaft und das ungeborene Baby.

10.05 - 10.20

Diskussion

10.20 - 10.50

Pause

11.00 - 12.30

WORKSHOP 2

11.00 - 12.30

PROVIDE − Ein Instrument für evidenzbasierte Informationen zum Stillen Frühgeborener

Eva Cignacco
Prof. Dr. habil., Co-Leiterin Fachbereich Geburtshilfe, Berner Fachhochschule. Hebamme und Pflegewissenschaftlerin.
Claire de Labrusse
PhD, MSc, Dekanin des Studiengangs Hebammenwesen an der Haute Ecole de Santé Vaud. Ordentliche Professorin für Hebammenwissenschaften.
Anja Hurni
Hebamme, MSc, Dozentin Fachbereich Geburtshilfe, Berner Fachhochschule, Still- und Laktationsberaterin IBCLC.
Inhalt

PROVIDE ist ein Informationstool für Gesundheitsfachpersonen und Eltern von Frühgeborenen. Durch die Vermittlung von evidenzbasiertem Wissen sollen die Ernährung mit Muttermilch und das Stillen bei Frühgeborenen einer neonatalen Intensivstation gefördert werden. Es umfasst 34 Videos und 23 Informationsflyer und war bislang nur in Englisch verfügbar.
Die Familie Larsson-Rosenquist Stiftung in der Schweiz beauftragte die Berner Fachhochschule, die deutsche Übersetzung fachlich zu validieren und auf den deutschsprachigen Kontext zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Die HES-SO in Lausanne hat die französische Übersetzung validiert. Im Workshop wird das Tool präsentiert und das Potential zur Förderung des Fachwissens der Fachpersonen des stationären und ambulanten Bereiches hervorgehoben.

11.00 - 12.30

WORKSHOP 4

11.00 - 12.30

Développement harmonieux et équilibré

Tiffany Buffier
sage-femme indépendante BSc.
Inhalt

Pour assurer une prise en charge post-partum cohérente et sûre de la mère et de l’enfant, nous, professionnel∙le∙s de la santé, sommes tributaires de lignes directrices. Comment ces lignes directrices sont-elles correctement interprétées et évaluées dans des situations critiques? Une évaluation adéquate est essentielle pour rassurer les parents dans des situations difficiles et pour intervenir si nécessaire.
Objectifs de l’atelier:

  • Acquérir de l’assurance dans l’observation et l’évaluation d’une croissance saine;
  • Comprendre la physiologie de l’allaitement au quotidien, l’expliquer aux parents et les rassurer;
  • Intervenir si nécessaire, fixer des objectifs avec les parents et les suivre.
10.50 - 11.50

BLOCK 6

Herausfordernde Stillsituationen

10.50 - 11.10

Induzierte Laktation

Margrit Hagen
Dipl. Hebamme FH, Still-& Laktationsberaterin IBCLC. Ausübung des Berufes als Hebamme seit 1988, Arbeit in kleinen regionalen Krankenhäusern, einem Geburtshaus sowie als frei praktizierende Hebamme. Derzeit in einem Stillambulatorium an einer Universitätsklinik tätig.
Inhalt

Induzierte Laktation bezieht sich auf die gezielte Stimulierung der Milchproduktion (Laktation) bei Frauen ohne vorherige Schwangerschaft. Diese findet Anwendung bei Frauen, die ein Kind durch Leihmutterschaft erwarten, ein Adoptivkind aufnehmen oder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften das Co-Stillen praktizieren möchten. Früher wurde dieser Vorgang als «Adoptivstillen» bezeichnet, doch heutzutage sind die Möglichkeiten und der Wunsch, das Stillen ohne eine vorherige Schwangerschaft zu realisieren, vielfältiger geworden.

In diesem Referat werden die Beratung, Begleitung und die verschiedenen Schritte zur Durchführung der induzierten Laktation erläutert. Anhand eines Fallbeispiels wird die praktische Anwendung einer induzierten Laktation aufgezeigt.

11.10 - 11.30

Frauenmilchbanken - für wen, weshalb, wie, mit welchen Risiken?

Christelle Kaech
Hebamme, IBCLC, MSc. Christelle Kaech hat neun Jahre klinische Erfahrung am Universitätsspital Genf und in einer Entbindungsklinik in San Francisco (USA). Seit fünf Jahren unterrichtet sie im Studiengang Hebamme an der Haute Ecole de Santé Vaud. Aktuell forscht sie im Rahmen einer Doktorarbeit an der Universität von Queensland in Australien zum Thema Nachhaltigkeit der Spenden an Milchbanken.
Jacqueline Barin
MSc., Koordinatorin des Lactarium am Centre Hospitalier Universitaire Vaudois. Jacqueline Barin, die sich mit Passion für Projekte zur Mutter-Kind-Gesundheit engagiert, studierte Epidemiologie an der University of California Berkeley und Ernährungswissenschaften mit einem CAS in Laktation in Bern. Sie gehört zum multidisziplinären Team, das die erste Milchbank in der Westschweiz gegründet hat.
Inhalt

Gespendete Frauenmilch aus Milchbanken ist die empfohlene Alternative für Risikoneugeborene, da sie die Gefahr bestimmter Komplikationen im Vergleich zu künstlicher Milch verringert. Die Milchbanken kümmern sich um die Spenden, die Verarbeitung und die Verteilung der Milch und gewährleisten dabei die Sicherheit. Es gibt in der Schweiz neun Milchbanken – die letzte wurde 2022 im Centre Hospitalier Universitaire Vaudois eröffnet – und doch bleibt der Zugang ungleich und unvollständig. Die Hebammen sind Teil eines interdisziplinären Teams und zuständig für die Suche, Qualifizierung und Unterstützung von Spenderinnen. Eine Doktorarbeit untersucht die Faktoren, die einen Einfluss auf die Nachhaltigkeit der Spenden haben.

11.30 - 11.50

Wissenswertes über das Stillen während der Schwangerschaft und Tandemstillen

Silvia Honigmann Gianolli
Prof. H.c., Stillberaterin IBCLC, Ernährungsberaterin SVDE, Mitglied der Fachkommission Stillförderung Schweiz, Dozentin an verschiedenen Institutionen.
Inhalt

Tandemstillen wird als das Stillen von zwei Kindern unterschiedlichen Alters definiert. Tandemstillen kommt in der Schweiz selten vor. Demzufolge fehlt vielen Fachpersonen das Wissen und die Erfahrung rund um Schwangere und bereits Stillende, die Tandemstillen erwägen beziehungsweise erleben. Im Referat werden die Grundlagen erarbeitet, sodass eine professionelle Beratung und Begleitung der Betroffenen stattfinden kann.

11.50 - 12.05

Diskussion

12.10 - 12.50

Session Studierende

12.50 - 13.10

Preisverleihung Poster

13.10 - 14.40

Pause

14.00 - 18.00

FORTBILDUNG

14.00 - 18.00

Häusliche Gewalt mit Kindern früh erkennen und dabei angemessen handeln

Ursula Schnyder Etter
MA, Lic. Phil, dipl. Soziale Arbeit, Universität Freiburg, MAS Prevention and Health Promotion, Hochschule Luzern. Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Kinderschutz Schweiz, Co-Leiterin des Programms «Schutzfaktoren und Qualität im Kindesschutz». Soziale Dienste Nidau, Beratungsstelle Opferhilfe, Bern.
Inhalt

Der Workshop behandelt Häusliche Gewalt im Allgemeinen, mit einem Schwerpunkt auf Kinder als Betroffene von Partnerschaftsgewalt. Die Themen umfassen Früherkennung und Frühintervention bei Kindeswohlgefährdung sowie das Vorgehen bei Verdacht mit Melderegelung, Daten- und Persönlichkeitsschutz.

Die Methode beinhaltet Inputreferate, interaktive Workshops und Gruppenarbeiten anhand konkreter, anonymisierter Beispiele für praxisnahe Schulung, der Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden fördert ein tieferes Verständnis.

Flyer Kurs
Anmeldung über e-log

14.00 - 18.00

FORTBILDUNG

14.00 - 18.00

Détecter précocement la violence domestique avec enfants et agir de manière adéquate

Stéphanie Djabri-Vanhooydonck
collaboratrice scientifique, co-responsable du programme «facteurs de protection et qualité en protection de l'enfant», Protection de l'enfance Suisse. Formations: Master en sciences sociales, option sociologie, UniNE; Formation d'adultes, FSEA 1; Conseil et accompagnement psychologiques en somatothérapie, IKP Zürich; Yoga (traditionnel indien), Yogakshemam et Yoga Suisse.
Inhalt

L’atelier abordera la violence domestique en général et des enfants concerné∙e∙s par la violence dans le couple. Il traitera aussi de la détection et l’intervention précoces en cas de mise en danger du bien-être de l’enfant, y compris la démarche à suivre en cas de suspicion, du droit et de l’obligation de signaler, et enfin de la protection des données et de la personnalité.

Il s’agira d’un module de formation continue sous forme d’exposés thématiques introductifs, d’ateliers interactifs et de travaux de groupe basés sur des exemples concrets anonymisés, ainsi que des échanges.

Flyer formation
Inscription sur e-log

14.45 - 17.45

Delgiertenversammlung

Referent*innen

IM ÜBERBLICK

Moderator*innen

IM ÜBERBLICK

Posterwettbewerb

MEHR ERFAHREN

Alle Referate werden simultan auf Deutsch, Französisch und Italienisch übersetzt. Die Powerpoint-Präsentationen werden nur in der Original sprache gezeigt. Die Workshops werden nicht simultan übersetzt. Sie sind im Programm in der Originalsprache ausgeschrieben.