Kongressprogramm

16. Mai 2024
07.30 - 09.00

Türöffnung

Beginn der Ausstellung

09.00 - 09.25

Begrüssung

09.30 - 10.30

BLOCK 1

Gewalt an Frauen (und Kindern)

09.30 - 9.50

Häusliche Gewalt in der Geburtshilfe

Barbara Bass
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Praxis in Zürich. Leitende Ärztin gynäkologische Psychosomatik Frauenklinik, Stadtspital Zürich. Klinische Dozentin an der Universität Zürich, Facharztausbildung an der Frauenklinik Triemli. Dort Oberärztin und Leitende Ärztin für gynäkologische Psychosomatik. Seit 2001 selbständige Praxistätigkeit.
Inhalt

Wenn schwangere Frauen von häuslicher Gewalt betroffen sind, ist dies ein besonderer psychosozialer Stressfaktor. Zudem muss das Kindswohl des Neugeborenen mitgedacht werden.

Wie können medizinische Fachpersonen häusliche Gewalt bei betroffenen Frauen erkennen? Wie kann die Schwangere unterstützt werden? Welche Massnahmen sollten getroffen werden?

09.50 - 10.10

Häusliche Gewalt: Erhöhtes Risiko in der Schwangerschaft – wie handeln?

Stéphanie Reichenbach Milone
Juristin und Projektleiterin beim Kantonalen Amt für Gleichstellung und Familie (Wallis). Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg, das sie mit einem Master in humanitärem Völkerrecht in Genf abschloss, arbeitete Stéphanie Reichenbach Milone als Delegierte des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes in Sri Lanka und in Angola.
Inhalt

Häusliche Gewalt betrifft alle sozialen Schichten und Kulturen. Die Gewalt in der Partnerschaft beginnt oft schon vor der Schwangerschaft. Diese Phase ist an sich schon ein Risikofaktor, der häusliche Gewalt auslösen oder verschlimmern kann. Der Stress, dem die Frauen zusätzlich zur Schwangerschaft ausgesetzt sind, hat direkte Auswirkungen auf das ungeborene Kind: In den meisten Fällen nimmt die Gewalt nach der Geburt des Kindes nicht ab – im Gegenteil. In diesem Referat wird die wichtige Rolle beleuchtet, die die Berufsgruppen, die mit den Familien in Kontakt stehen, bei der Erkennung von Gewalt und für die Weiterleitung an spezialisierte Anlaufstellen spielen können. Anhand der Erfahrungen aus der Praxis wird die Bedeutung der spezifischen Weiterbildung, der Stärkung der interinstitutionellen Zusammenarbeit sowie der Koordination zwischen den Akteuren vor Ort aufgezeigt.

10.10 - 10.30

Kinder im Kontext häuslicher Gewalt

Jacqueline Sidler
Leiterin Programme / Mitglied Geschäftsleitung Kinderschutz Schweiz. Lic. phil. I Sozialwissenschaft, DAS in Law, Universität Bern, Diplom in Sozialarbeit.
Inhalt

Das Miterleben von häuslicher Gewalt ist für Kinder eine schwere Belastung und kann die Entwicklung stark beeinträchtigen. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders von Betreuungspersonen abhängig und entsprechend rasch existentiell gefährdet. Welche Möglichkeiten zum Handeln haben Hebammen in ihrem Berufsalltag, und wo liegen die Grenzen?

10.00 - 11.30

WORKSHOP 1

10.00 – 11.30

Gute Zeiten, schlechte Zeiten − über den Umgang mit Stressoren und Ressourcen

Marianne Niederer
Mitgründerin von «Gsund im Grind», dipl. Rettungssanitäterin HF, dipl. Pflegefachfrau HF.
Barbara Widmer
Mitgründerin von «Gsund im Grind», dipl. Pflegefachfrau HF, dipl. Rettungssanitäterin HF
Fabian Widmer
Mitgründer von «Gsund im Grind», dipl. Rettungssanitäter HF.
Inhalt

Der Alltag im Gesundheitswesen und dabei im Kontakt mit ganz unterschiedlichen Menschen – sowohl Patient*innen als auch Arbeitskolleg*innen – bietet eine Menge an Herausforderungen. Diese zu erkennen und zu benennen, bringt nicht nur eine Entlastung, sondern hilft uns auch, besser mit ihnen umzugehen und unsere Grenzen klarer zu kommunizieren.

Mithilfe unserer Ressourcen können wir vielfältige Herausforderungen meistern und wieder in ein gesundes Gleichgewicht kommen. Gemeinsam wird diesen Ressourcen nachgespürt mit dem Ziel, durch die Diskussionen auch weitere hinzufügen zu können.

«Gsund im Grind» setzt sich für eine bessere mentale Gesundheit im Gesundheitswesen Schweiz ein.

10.00 - 11.30

WORKSHOP 2

10.00 - 11.30

Le potentiel des plantes médicinales pendant la grossesse et l'allaitement

Karoline Fotinos-Graf
est pharmacienne certifiée FPH en phytothérapie, et travaille dans une pharmacie spécialisée phyto à Berne. De plus, elle est chargée de cours, notamment pour la SSPM, et enseignante externe aux universités de Genève et Berne.  Elle rédige également des articles spécialisés sur des thèmes phyto- et aromathérapeutiques.
Inhalt

L’atelier présentera des plantes médicinales éprouvées ainsi que des préparations phyto-thérapeutiques à utiliser dans le cadre de troubles relatifs à la grossesse et l’allaitement. Seront abordés les troubles typiques liés à la grossesse ainsi que le traitement d’autres maladies générales lors d’une grossesse.

Des situations pratiques et des cas cliniques seront abordés.
Un assortiment phyto-thérapeutique de base sera élaboré en commun.

La question de savoir comment évaluer les plantes médicinales, et si leur usage pendant la grossesse et l’allaitement est possible, sera discutée. Finalement, la base de données Herba-pro-Matre sera présentée comme source d’information.

10.30 - 10.45

Diskussion

10.45 -11.15

Pause

10.45 - 12.15

BLOCK 2

We are family

11.15 - 11.35

«We are family» – wirklich? Auf dem Weg zur Regenbogenfamilie

Eva Kaderli
Beleghebamme, Stadtspital Triemli Zürich. Fachgruppenleitung Sektion Zürich und Schaffhausen. Setzt sich seit über 20 Jahren für queere Menschen und deren Rechte ein, zuletzt als Co-Präsidentin des Dachverbands Regenbogenfamilien (2018-2022), davor Co-Präsidentin der Lesbenorganisation Schweiz (2005-2008).
Inhalt

Als Regenbogenfamilie definieren sich Familien, in welchen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bisexuell, queer oder trans* versteht. Auch viele intergeschlechtliche Eltern bezeichnen ihre Familie als Regenbogenfamilie.

Der Wunsch, eine Familie zu werden, wächst unabhängig von der sexuellen Orientierung oder Identität, und alle haben Anrecht auf professionelle und wertschätzende Begleitung. Im Referat werden die Herausforderungen für Regenbogenfamilien auf dem Weg zur Familiengründung thematisiert. Die Sprache spielt dabei eine wichtige Rolle.

Der Dachverband Regenbogenfamilien bietet mit Unterstützung der Stadt Zürich Beratungen zum Thema Kinderwunsch und Geburtsvorbereitung an. Es wird Einblick in diesen Beratungsansatz sowie den Alltag von Regenbogenfamilien gegeben.

11.35 - 11.55

Worüber Väter nicht sprechen

Markus Theunert
Gesamtleiter von männer.ch, dem Dachverband progressiver Schweizer Männer- und Väterorganisationen. Studium der Psychologie und Soziologie. Seit 2016 Leitung von männer.ch, betrieblich und fachlich, unter anderem auch Betreibung der Plattform www.niudad.ch durch männer.ch.
Inhalt

Gesellschaft, Mütter und die (werdenden) Väter selbst teilen die Vorstellung, was Vaterschaft heute heisst: Leitbild ist der aktive, engagierte und emotional präsente Vater. In der Realität schreitet die Modernisierung jedoch deutlich langsamer voran als auf Einstellungsebene.

männer.ch ist eine Kompetenzsstelle für Väterbildung, insbesondere in der perinatalen Phase und der frühen Kindheit. Markus Theunert berichtet in seinem Referat von den praktischen Erfahrungen in der Ansprache und im Einbezug von Vätern (u.a. in der Geburtsvorbereitung). Dabei beleuchtet er insbesondere jene Themen, die werdende Väter selbst ungern ansprechen: Versagensängste, Existenzfragen, Sexualität.

11.55 - 12.15

Eltern sein von einem Kind mit einer Behinderung

Marah Rikli
Journalistin, Moderatorin und Inklusions-Aktivistin. Erfahrung als Buchhändlerin, Teamleiterin im Migros-Genossenschafts-Bund und Geschäftsführerin des Lernmedien-Shops an der PH Zürich. Als Mutter von zwei Kindern (19 und 9) engagiert sie sich für Inklusion, da das jüngere Kind eine kognitive Behinderung und das ältere ADHS hat.
Inhalt

«Hauptsache gesund», sagte Marah Rikli über ihr ungeborenes Kind, als sie schwanger war. Doch was heisst das überhaupt «gesund»? Oder «normal»? Die Journalistin gewann durch ihre mittlerweile 9-jährige Tochter, die mit einer geistigen Behinderung lebt, zu diesen Begriffen eine neue Perspektive und setzt sich seit mehreren Jahren mit Texten, Speaks und Podcasts für eine inklusivere Gesellschaft ein. Was beschäftigt Eltern von Kindern mit Behinderungen? Was wünschten sie sich während der Schwangerschaft, der Geburt und nach der Diagnose? Wie können Eltern von Hebammen, Ärzt*innen und Behörden unterstützt werden? Und wo stehen wir diesbezüglich in der Schweiz? Die Journalistin gibt einen Einblick in ihre individuellen Erfahrungen und die strukturellen Hindernisse.

11.15 - 12.45

WORKSHOP 3a

11.15 - 12.45

Abhalten von Geburt an: Das natürliche Ausscheidungsbedürfnis bei Säuglingen

Rita Messmer
Entwicklungspädagogin, Gründerin der EPM-Schule – der bio-logische Weg, Craniosacral-Therapeutin, spezialisiert auf Babys und Kinder, hat das Wissen, dass Neugeborene vom ersten Lebenstag an alle Anlagen zur Reinlichkeit biologisch mit auf die Welt bringen, in die westliche Welt getragen. Autorin und Mutter von 3 Kindern.
Inhalt

Anhand von Videos wird Schritt für Schritt aufgezeigt, wie Babys vom ersten Lebenstag an abgehalten werden, wie sie bereits das Mekonium entspannt ausscheiden, welche Signale sie geben und wie auf diese zu reagieren und worauf zu achten ist. Weiter wird erklärt, wie sich das reflexartige Ausscheiden in den ersten Tagen und Wochen weiterentwickelt, welche Anlagen die Biologie bereitstellt und wie sich bald ein Rhythmus einstellt und das Baby geführt werden will. In der Folge geht es auch darum, was Eltern wissen müssen, damit sie erfolgreich ihr Neugeborenes nach der Geburt auf diesem Weg abholen und führen können. Was müssen Eltern nach den ersten drei Monaten bei der weiteren Begleitung des Babys beachten und welche wichtige Rolle spielen die Väter dabei?

11.15 - 12.45

WORKSHOP 4

11.15 - 12.45

Les violences domestiques à travers une prise en charge intégrée

Marc-Antoine La Torre
directeur de l’Association Foyer Arabelle depuis 7 ans. D’abord formé à la Haute école de Travail Social (HETS) de Genève en tant qu’éducateur social, il travaille pendant plusieurs années dans un foyer semi-ouvert pour jeunes en difficultés. Nommé responsable d’unité, il obtient en parallèle un Master en Direction et stratégie d’institutions éducatives puis débute comme directeur à Arabelle.
Inhalt

La Convention d’Istanbul ratifiée en 2017 par la Suisse chapeaute la prise en charge des violences domestiques. Elle a amené tou∙te∙s les professionnel∙le∙s qui travaillent avec cette problématique à repenser leur prise en charge. Arabelle a donc amélioré son dispositif en travaillant notamment sur l’impact de ces violences sur les enfants et sur les violences transgénérationnelles.

12.15 - 12.30

Diskussion

12.30 - 13.00

Session Studierende

13.00 - 14.30

Pause

14.30 - 15.50

BLOCK 3

Frauengesundheit

14.30 - 14.50

Neues zum Thema Endometriose

Michael D. Mueller
Prof. Dr. med., Ordinarius, Geschäftsführender Co-Klinikdirektor, Chefarzt Gynäkologie und gynäkologische Onkologie, Universitätsklinik für Frauenheilkunde. Präsident Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.
Inhalt

Im Referat werden die verschiedenen Aspekte der Endometriose, einer weitverbreiteten Krankheit, umfassend beleuchtet. Endometriose ist eine komplexe Erkrankung, die mit vielfältigen Symptomen einhergeht und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken kann. Das lebenslange Management dieser Krankheit stellt eine bedeutende Herausforderung dar. Leider ist die Forschung auf diesem Gebiet begrenzt, da die Beschaffung von Forschungsgeldern oft schwierig ist.

14.50 - 15.10

Medizin und Geschlecht: Ungleiche Behandlung und Gender-Aspekte in Theorie und Praxis

Marius Diserens
MSc, Leiter des Projekts für Gesundheitsförderung und Prävention, Unisanté. Ehemaliger Forschungsbeauftragter in der Abteilung Gesundheit und Geschlecht. Berater für Diversität, Gleichheit und Inklusion.
Inhalt

Eine Welt, gemacht von Männern und für Männer? Hinsichtlich Gesundheit sind wir gar nicht so weit davon entfernt. Daher sind Fortschritte in der Geburtshilfe und Sozialstudien über das Geschlecht im Gesundheitsbereich so wichtig.

Das Referat nimmt kurzen Bezug auf Studien und historische Fortschritte der Wissenschaft und Medizin und den Einfluss der Gegenüberstellung von «Natur» und «Kultur» auf die Diskurse rund um den Körper der Frau und die Gynäkologie. Dann werden die daraus resultierenden Folgen und die Ungleichheiten im Gesundheitsbereich besprochen.

Anschliessend sollen Schlussfolgerungen gezogen und konkrete Handlungswege in Bezug auf Wissen, Praktiken, Ausbildung und Institutionen aufgezeigt werden, um eine bessere Betreuung der Frauen auf ihrem ganzen Lebensweg sowie der gesundheitlich gefährdeten Personen zu gewährleisten.

15.10 - 15.30

Von Stigmatisierung zu Diskriminierung im Bereich der reproduktiven Gesundheit

Emmanuel Kabengele Mpinga
Professor, Leiter der Abteilung Gesundheit und Menschenrechte am Institut für Globale Gesundheit, Medizinische Fakultät der Universität Genf. Jahrzehntelange Arbeit an der Epistemologie, Epidemiologie, den Überwachungsindikatoren sowie an Interventionsstrategien zu verschiedenen Formen von Menschenrechtsverletzungen.
Inhalt

Das Referat befasst sich mit der Stigmatisierung und Diskriminierung in unseren Gesundheitssystemen im Allgemeinen und im Bereich der reproduktiven Gesundheit im Speziellen, wobei die folgenden Fragen im Vordergrund stehen:

  • Gibt es diese Phänomene und Praktiken tatsächlich?
  • Falls ja, wie verbreitet sind sie?
  • Wodurch werden sie bestimmt und wie kann man darauf reagieren

Anhand einer Dokumentenanalyse zeigt die Studie, dass Diskriminierung im Bereich der reproduktiven Gesundheit vorkommt und auf komplexe Ursachen zurückzuführen ist. Sie betrifft sowohl Menschen, die an Unfruchtbarkeit leiden, als auch Menschen, die sich mit Fragen der Abtreibung auseinandersetzen. Die Interventionsstrategien sollten dieser Komplexität und der Intersektionalität von Rechten Rechnung tragen.

15.30 - 15.50

Peripartale Beckenbodenläsionen – wie vorbeugen, wie erkennen und wie behandeln?

Cornelia Betschart Meier
PD Dr. med., Stv. Klinikdirektorin Gynäkologie, Universitätsspital Zürich, Klinik für Gynäkologie, Schwerpunkt Urogynäkologie. Betreut Frauen mit Beckenbodenproblemen, u.a. auch nach der Geburt, Senkungen und Inkontinenz. Durchführung klinischer Studien zur Beckenbodenanatomie in den USA.
Inhalt

Im Referat wird auf Beckenbodenveränderung während und unter der Geburt eingegangen. Einleitend wird die Anatomie aufgezeigt anhand Bildern und Video. Es werden Veränderungen am Beckenboden besprochen, welche während der Schwangerschaft und unter der Geburt auftreten können. Auch wird auf Strategien zur Vermeidung von Problemen während der Schwangerschaft und postpartum eingegangen. Im Falle von Beschwerden wird die weitergehende Diagnostik erläutert, dies im
Vergleich zwischen Vaginalgeburt und Sectio, sowie mögliche Therapien konservativer und operativer Art aufgezeigt. Auch werden die Resultate zur Umfrage der Schweizerischen Beckenbodenbroschüre präsentiert.

14.30 - 16.00

WORKSHOP 5

14.30 - 16.00

Parler de sexualité en période périnatale: des clés pour les sages-femmes

Roxane Magaz
diplomierte klinische Psychologin (FSP; AVP) und Sexualtherapeutin, Genf.
Inhalt

L’objectif de cet atelier est de fournir aux professionnel∙le∙s des outils et des connaissances pour améliorer leur communication avec les femmes et les couples durant la période périnatale, spécifiquement autour des questions de sexualité. L’atelier explorera avec les participant∙e∙s comment aborder avec sensibilité et efficacité les sujets souvent considérés comme tabous, et comment soutenir au mieux les couples dans cette phase cruciale de leur vie.

14.30 - 16.00

WORKSHOP 6

14.30 - 16.00

Sexualität und Elternschaft – Hebammen am Puls eines sensiblen Themas

Prisca Walliser Spinnler
Hebamme, Sexualpädagogin FH, Sexualberaterin in eigener Praxis (St. Gallen und Gais), Dozentin Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
Inhalt

Input und Diskurs rund um das Thema Sexualität im Kontext der Elternschaft. Was ist die Rolle der Hebamme?
Wie kann das Thema «besprechbar» gemacht werden: in der Schwangerschaftssprechstunde, im Geburtsvorbereitungskurs, im Anamnesegespräch, im Wochenbett, in der ambulanten Begleitung nach der Geburt?
Welche Auswirkungen können Schwangerschaft, Geburt, Geburtsmodus, Stillen, Elternwerden auf die Sexualität haben?
Diesen Fragen wird im Workshop nachgegangen und Tools für die Beratung werden entwickelt.

14.30 - 16.00

WORKSHOP 7

14.30 - 16.00

Das Potenzial von Arzneipflanzen in Schwangerschaft und Stillzeit

Beatrix Falch
Apothekerin und Lehrbeauftragte an der ETH Zürich. Vizepräsidentin Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie und Präsidentin Schweizerische pharmazeutische Fachgesellschaft für Komplementärmedizin und Phytotherapie. Wissenschaftsjournalistische Tätigkeit. Seit 2015 Verwaltung der Herba-pro-Matre-Datenbank.
Inhalt

Im Workshop werden für ausgewählte Beschwerden in der Schwangerschaft und Stillzeit bewährte Arzneipflanzen und deren Zubereitungen vorgestellt. Es geht dabei einerseits um typische schwangerschaftsbedingte Beschwerden und um Krankheiten, die gleichzeitig mit einer Schwangerschaft auftreten.

Ausserdem wird auf besondere Situationen und Fälle aus der Praxis eingegangen. Es wird gemeinsam ein phytotherapeutisches Grundsortiment erarbeitet. Die Fragen, wie Arzneipflanzen dahingehend bewertet werden und ob sie in der Schwangerschaft und Stillzeit eingesetzt werden können, werden diskutiert, und die Herba-pro-Matre-Datenbank wird als Hilfsmittel hierfür vorgestellt.

15.50 - 16.10

Diskussion

16.00 - 17.30

WORKSHOP 3b

16.00 - 17.30

Abhalten von Geburt an: Das natürliche Ausscheidungsbedürfnis bei Säuglingen

Rita Messmer
Entwicklungspädagogin, Gründerin der EPM-Schule – der bio-logische Weg, Craniosacral-Therapeutin, spezialisiert auf Babys und Kinder, hat das Wissen, dass Neugeborene vom ersten Lebenstag an alle Anlagen zur Reinlichkeit biologisch mit auf die Welt bringen, in die westliche Welt getragen. Autorin und Mutter von 3 Kindern.
Inhalt

Anhand von Videos wird Schritt für Schritt aufgezeigt, wie Babys vom ersten Lebenstag an abgehalten werden, wie sie bereits das Mekonium entspannt ausscheiden, welche Signale sie geben und wie auf diese zu reagieren und worauf zu achten ist. Weiter wird erklärt, wie sich das reflexartige Ausscheiden in den ersten Tagen und Wochen weiterentwickelt, welche Anlagen die Biologie bereitstellt und wie sich bald ein Rhythmus einstellt und das Baby geführt werden will. In der Folge geht es auch darum, was Eltern wissen müssen, damit sie erfolgreich ihr Neugeborenes nach der Geburt auf diesem Weg abholen und führen können. Was müssen Eltern nach den ersten drei Monaten bei der weiteren Begleitung des Babys beachten und welche wichtige Rolle spielen die Väter dabei?

16.00 - 17.30

WORKSHOP 8

16.00 - 17.30

Pourquoi et comment communiquer sur les recommandations en activité physique

Mathilde Hyvärinen
est collaboratrice scientifique à la Haute Ecole de Santé Vaud. Spécialiste en Activités Physiques Adaptées avec une formation complémentaire en psychologie de la santé, sa thèse de doctorat porte sur l’implémentation de pratiques fondées sur des preuves visant à promouvoir l'activité physique par les pratiques des sages-femmes.
Inhalt

L’atelier commencera avec une brève présentation des premiers résultats suisses concernant le niveau d’activité physique des femmes enceintes et les pratiques des professionnel∙le∙s de la santé en matière de promotion de l’activité physique. Puis, des exercices théoriques en mouvement seront proposés pour découvrir comment les recommandations en activité physique pendant et après la grossesse ont été actualisées. Les participant∙e∙s échangeront sur les composants essentiels de ces recommandations via leurs expériences professionnelles. Pour finir, un exercice pratique sur la manière de communiquer efficacement ces informations complétera l’atelier afin de favoriser l’intégration de ces recommandations dans la pratique.

16.10 - 16.40

Pause

16.40 - 17.30

BLOCK 4

Podiumsdiskussion

16.40 - 17.30

Tabus rund um die Geheimnisse und Freuden der Geburt

Inhalt

Als Gegenpol zur standardisierten, keimfreien und übermedizinisierten Geburt, die unsere sozialen und ethischen Grundsätze herausfordert, werden wir über den Stellenwert der Sinnlichkeit, der Freude und der Intimität bei der Geburt sprechen. Und über die Beteiligung von Hebammen, ihre Compliance und auch ihr Veto. Wir werden die berufliche Legitimität alternativer, auch esoterischer oder mystischer Praktiken, die die Frau und das Paar vorschlagen oder die Hebammen während der Wehen und der Geburt anbieten, ansprechen, ebenso den Umgang mit unseren eigenen Grenzen.

Sanfte Perspektiven, die mit der harten Realität von Ereignissen, die weniger glücklich als erwartet oder sogar traumatisierend sind, kontrastieren oder kollidieren können.

Frauen und Paare, die von zu Hause oder von Geburtshäusern in die Geburtsabteilungen von Spitälern verlegt werden, sind manchmal anspruchsvolle Persönlichkeiten, die bestimmte Pflege- und Überwachungsmassnahmen ablehnen und mit grossen Vorbehalten und Misstrauen über die medizinischen Eingriffe verhandeln, die sie grundsätzlich ablehnen.
Wie können wir diese Entscheide mit gesundem Menschenverstand bekräftigen, um alle Geburten ungeachtet des Orts der Entbindung und so nah wie möglich an den Wünschen und Bedürfnissen der betreuten Personen zu erleichtern und persönlicher zu gestalten?

Moderatorin
Emanuela Gerhard, frei praktizierende Hebamme, MSc Midwifery. Co-Vize-Präsidentin des Schweizerischen Hebammenverbandes.

Teilnehmerinnen

  • Bianca Tschan, Hebamme BSc, Stv. Stationsleiterin, Gebärabteilung der Frauenklinik Baselland.
  • Claire Ajoubair, frei praktizierende Hebamme in der Hebammenpraxis 37,2° in Grens, Co-Direktorin des Geburtshauses Grange Rouge in Grens.
  • Andrea Ramseyer, Hebamme FH, Inselspital Bern.
  • Irène Dingeldein, Dr. med., FMH Gynäkologie und Geburtshilfe in Murten, Kinder- und Jugendgynäkologie Inselspital Bern, Belegärztin Lindenhofgruppe.
  • Roxane Magaz, diplomierte klinische Psychologin (FSP; AVP) und Sexualtherapeutin, Genf.
  • Mitglied Vorstand Doula.ch.
17.30 - 17.40

Informationen zur Hebammenparty / Verdankung Helfer*innen / Verabschiedung

Referent*innen

IM ÜBERBLICK

Moderator*innen

IM ÜBERBLICK

Posterwettbewerb

MEHR ERFAHREN

Alle Referate werden simultan auf Deutsch, Französisch und Italienisch übersetzt. Die Powerpoint-Präsentationen werden nur in der Original sprache gezeigt. Die Workshops werden nicht simultan übersetzt. Sie sind im Programm in der Originalsprache ausgeschrieben.